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Mehr als dreißig Jahre Krieg und Terror haben in den Menschen Afghanistans tiefe Spuren hinterlassen. Gewalt und bittere Armut gehören zum harten Alltag vieler Familien. Hoffnung vermittelt ein gemeinsames Projekt von Caritas international und der Diakonie Katastrophenhilfe. Auf dem 2. Ökumenischen Kirchentag ging die Kollekte der Eröffnungsgottesdienste an dieses Projekt.
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In der gemeinsamen Erklärung von Diakonie Katastrophenhilfe und Caritas international heißt es:
Es gibt keine "ausweglosen" Situationen und keine "hoffnungslosen" Fälle. Tod, Gewalt, Hass und Not haben nicht das letzte Wort. Auferstehung bedeutet für uns und viele Krisenopfer Kraft zum Aushalten und Durchhalten, Kraft zur Hoffnung und zum Neuanfang. Wir dürfen im Fürbitten-Gebet um den Beistand und Trost des Heiligen Geistes bitten und das macht uns Mut. Wir wagen, das Unmögliche zu hoffen und unsere "Netze" darauf hin auszuwerfen.
In Afghanistan nimmt die Gewalt trotz massiver westlicher Militärpräsenz nicht ab. Ein Vielfaches der Hilfsgelder fließt in die Finanzierung von Truppeneinsätzen. Die Bevölkerung hat die Schrecken des Krieges nicht verkraftet und leidet weiter unter den vielfachen Selbstmordattentaten. Psychische Unterstützung wird in dem bitterarmen Land als Luxus gesehen und ist doch mit der Schlüssel für eine friedlichere Zukunft.
Hilfe für kriegstraumatisierte Menschen in Afghanistan
Caritas international und Diakonie Katastrophenhilfe haben in Kabul ein Projekt zur psychosozialen Betreuung von Kriegsopfern und Kriegstraumatisierten, darunter sehr viel Kindern und Jugendlichen, aufgebaut, und sind dabei, es auf andere Regionen des Landes auszuweiten. In Beratungszentren lernen Menschen, über Kriegserlebnisse zu sprechen, und erhalten Beistand. Die Nachfrage ist riesig, viele Hundert Familien haben durch die Unterstützung neue Hoffnung geschöpft.
Die Gewalt in Familien geht zurück, Menschen sprechen nach Jahren wieder miteinander. Bis heute ist das Projekt das nahezu einzige psychosoziale Programm dieser Qualität in Afghanistan. Wegweisend ist die Ausbildung einheimischer Beraterinnen und Berater. Männer und Frauen werden zusammen unterrichtet und betreuen gemeinsam die Menschen, die ihren Rat suchen.
zuletzt aktualisiert: 10.11.2010
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