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Katastrophenhilfe und Klimawandel 

Bangladesch

Seit dem Tsunami im Dezember 2004 hat die Fluss-Erosion stark zugenommen. Außerdem hat das vordringende Meerwasser zum Teil fruchtbares Land in Ufernähe zerstört. Die Welle erreichte noch rund zwei Meter Höhe und überspülte küstennahe Reisfelder, die dadurch versalzt wurden. Die Fischereierträge sind um 30 Prozent zurückgegangen. Heute sind Partnerorganisationen der Diakonie Katastrophenhilfe insbesondere in fünf Distrikten im Küstenbereich des Landes, den so genannte Sundarbans, tätig – im katastrophengefährdeten Flussdelta von Ganges und Brahmaputra.

In den Sundarbarns von Bangladesch hat der Tsunami nicht nur für ein starkes Ansteigen der Flusserosion gesorgt, sondern auch den Ertrag aus dem Fischfang um 30 Prozent vermindert.
In den Sundarbarns von Bangladesch hat der Tsunami nicht nur für ein starkes Ansteigen der Flusserosion gesorgt, sondern auch den Ertrag aus dem Fischfang um 30 Prozent vermindert.

Im Rahmen der Projektarbeit werden in zehn Dörfern „zyklonsichere“ Saatgutspeicher errichtet, um das Saatgut bei Sturmfluten vor der Zerstörung zu schützen. Neben dem eigenen Saatgut erhalten die Familien zusätzlich Gemüsesaatgut und salztolerante Reissorten. 625 Fischerfamilien, die nahe an der Küste leben, bekommen feste Fundamente für ihre Häuser. Darüber hinaus werden Kokosnuss- und Betelnuss-Bäume als Windschutz im Küstenbereich und um die Siedlungen angepflanzt.

Als weitere Maßnahme werden künstliche Süßwasserspeicher und flutsichere Viehweiden angelegt. Bei Zyklonen dringt Meerwasser in die Grundwasservorräte ein und macht Trinkwasser ungenießbar. Viele Tiere sterben, weil es keine überflutungssicheren Rückzugsgebiete gibt. Eine traditionelle Methode sind sogenannte Killas. Dabei werden Süßwasserponds ausgehoben, die durch hohe Wälle vor einem Eindringen von Meerwasser geschützt sind. Das ausgehobene Erdreich wird verwendet, um erhöhte Weideflächen für das Vieh anzulegen.

zuletzt aktualisiert: 20.10.2006

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