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Somalia 

Berichte

Lange Schlangen bilden sich überall, wo Lebensmittel ausgegeben werden – wie hier südlich von Mogadischu. Somalia
Schutz für die Hungerflüchtlinge
Der Schwerpunkt der Hilfe der Diakonie Katastrophenhilfe liegt in Somalia. In dem vom langjährigen Bürgerkrieg zerrütteten Land sind die Folgen der Dürre besonders dramatisch. 3,7 Millionen Somalier, davon rund ein Drittel Kinder, sind auf Hilfe angewiesen. Denn für fünf Regionen des Landes haben die Vereinten Nationen offiziell eine Hungersnot ausgerufen. Das heißt: Dort sind mehr als 30 Prozent der Bevölkerung schwer mangelernährt. Ein Fünftel der Familien hat nicht mehr genug zu essen. Und die Lage vor Ort verschlimmert sich weiter.
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Insgesamt 24 Mitarbeitende bringen die Hilfe direkt zu den Notleidenden.Somalia
Unterwegs in Sachen Gesundheit
Nach wie vor kommen jeden Tag zahlreiche Menschen nach Mogadischu um dort Hilfe zu finden. Die Lage in den meist überfüllten Flüchtlingslagern ist schwierig, nicht überall können die geschwächten Neuankömmlinge medizinisch versorgt werden, weil es an Grundsätzlichem mangelt. Die Diakonie Katastrophenhilfe stellt deshalb Medikamente und Material bereit, um die Gesundheitsversorgung in der somalischen Hauptstadt zu verbessern – auch mit mobilen Kliniken.
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The helper Catherine Wanjiku (Diakonie Emergency Aid, Nairobi) distributes rice in the IDP-camp Al-Hidaaya. 125 refugee families are living in the refugee camp Al-Hidaaya. The Diakonie Katastrophenhilfe with his Somali partner organisation Daryeel Bulsho Guud (DBG) distributes water, food and sheets for shelters in the refugee camp near by Mogadishu.Viele Somalier helfen Landsleuten, die in Not sind
Große Solidarität trotz Hungerkrise
Zwischen ausgebombten Gebäuden in der somalischen Hauptstadt Mogadischu stehen vier große Töpfe auf offenen Feuerstellen. Davor drängen sich Hunderte von Menschen. Frauen mit Schleiern und weiten Gewändern, Greise in Wickelröcken und mit ausgetretenen Schlappen, Kinder in zerrissen Hosen und T-Shirts. In den Töpfen ist Reis mit Ziegenfleisch. Eine Mahlzeit, die sogar Fleisch enthält, ist für die Wartenden ein großes Geschenk. Sie sind aus den Hunger-Regionen Somalias in die kriegszerstörte und immer noch umkämpfte Hauptstadt geflohen. Sie sind müde, ausgezehrt, hungrig.
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Flüchtlingslager in MogadischuSchmaler Grat zwischen Verzweiflung und Hoffnung
Die Bevölkerung von Mogadischu hilft den Opfern der Dürre
Vor knapp zwei Wochen schlachtete Ahmed Madou seine letzte Kuh, die letzte von ehemals 30 Tieren. Die anderen waren innerhalb der vergangenen sechs Wochen verendet, aus Mangel an Wasser und Nahrung. Die letzte Kuh war auch schon so mager, dass Madou wusste, sie würde nicht mehr lange überleben. Er sah außerdem die Herden der anderen Hirten im Zentrum Somalias sterben, in Lower Shebelle, dem einstigen Brotkorb des Landes. Der Landstrich ist eine der beiden Gegenden, die von den Vereinten Nationen zu Hungerregionen erklärt wurden. Zu der Dürre, unter der ganz Ostafrika leidet, kommt in Somalia ein 20-jähriger Bürgerkrieg.
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Eine Frau wartet mit ihrem Kind im Krankenhaus.Mogadischu
Krankenhaus braucht dringend Unterstützung
Die Helfer im ostafrikanischen Dürregebiet weisen täglich auf die Dringlichkeit schneller Hilfe hin. Beim Besuch eines Krankenhauses in der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind Vertreter der Diakonie Katastrophenhilfe auf erschreckende Zustände gestoßen. Das Benazir Hospital sei total überfüllt, heißt es in einem aktuellen Bericht aus Mogadischu. Viele der ausgehungerten Dürreopfer seien so schwach, dass es fraglich sei, ob sie überleben. Den Ärzten fehle das Nötigste, um die Patienten versorgen zu können.
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Mit Tanklastwagen versorgt die Diakonie Katastrophenhilfe täglich 20 Flüchtlingslager mit lebensrettendem Trinkwasser.<BR>Foto: Diakonie KatastrophenhilfeSomalia
Linderung für ein vergessenes Land
Keine Nahrung, kein Wasser, aber ein Leben in ständiger Angst – für viele Somalier ist das Alltag. Denn seit gut 20 Jahren treibt ein Bürgerkrieg zwischen verfeindeten Volksgruppen und Clans immer wieder Tausende Zivilisten in die Flucht. Als wäre das nicht furchtbar genug, macht dem Land im äußersten Osten Afrikas zurzeit auch eine der schlimmsten Dürrekatastrophen der vergangenen Jahre zu schaffen.
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Mehr als 400.000 Somalier sind in den letzten Monaten vor den Kämpfen im Land geflohen – in den letzten Jahren stieg die Zahl der Flüchtlinge auf über 1,1 Millionen.Somalia
Die humanitäre Krise dauert an
Die humanitäre Krise in Somalia gehört zu den so genannten stillen Katastrophen. Abgesehen von Berichten über die Piraterie vor der somalischen Küste findet das Land kaum Beachtung in der Medienöffentlichkeit. Doch das Leid und der Bedarf an humanitärer Hilfe sind enorm: Bürgerkrieg seit 20 Jahren, Dürre, Anarchie, Gewalt, Flucht und Vertreibung.
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Die lokale Partnerorganisation der Diakonie Katastrophenhilfe Somalia
Hilfe für die Bedürftigsten
2009 hat die Diakonie Katastrophenhilfe Projekte im Umfang von mehr als drei Millionen Euro in Somalia unterstützt, um tausende Vertriebene in den Flüchtlingscamps mit Nahrungsmitteln, Wasser und anderen Hilfsgütern zu unterstützen. Aufgrund der wachsenden Not der Zivilbevölkerung und der dramatischen Lage in den Flüchtlingslagern ist das Hilfswerk mit seinen Partnern auch 2010 vor Ort.
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