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Fotobericht aus Haiti 

Hungerkrise: Versorgungslage immer noch sehr unsicher

Die Diakonie Katastrophenhilfe hat sich besorgt über die weiterhin sehr schlechte Versorgungslage in Haiti geäußert. „Derzeit hungern mehr als 2,5 Millionen Menschen. Das sind 30 Prozent der Bevölkerung“, berichtet Astrid Nissen, Leiterin des Haiti-Büros der Diakonie Katastrophenhilfe.

Zu der aktuellen Situation in Haiti trägt auch bei, dass insgesamt wenige Investitionen in die Landwirtschaft und damit in die nationale Produktion getätigt werden. Felder dörren aus und die Erträge sinken entsprechend.

Die Degradierung der Böden ist nicht zu übersehen...

...dazu kommen eine schlechte Infrastruktur für die Produktion, mangelhafte technische Ausbildung und Begleitung der Bauern und nicht standortgerechte Anbauweisen.

Die niedrigen Erträge der vorhergehenden Erntesaison spielen ebenfalls eine große Rolle bei der aktuellen Situation in Haiti. Sie sind begründet durch die erheblichen Schäden der Hurrikans Dean, Noel und des Tropensturms Olga zwischen August und Dezember 2007.

Neben den Ernteverlusten verursachten die Stürme auch Zerstörungen an Häusern und töteten viele Tiere, die die Familien in der Vergangenheit durch Verkauf über Durststrecken geholfen hatten sowie die Zerstörung der Infrastruktur.

Die Diakonie Katastrophenhilfe führt verschiedene Aktivitäten im Bereich der Ernährungssicherung in Haiti durch. Nach dem Sturm Noel wurde etwa eine Quellfassungsanlage für die Bewässerung von Gärten instand gesetzt.

Um die teilnehmenden Familien unabhängiger von Märkten zu machen, wird der Anbau von Gemüse auf  kleinen Flächen unterstützt. Da die Ernährung in Haiti stark auf Reis, Mais und Hirse basiert, bietet das Gemüse einen wichtigen Ernährungszusatz.

Zu der Unterstützung durch die Diakonie Katastrophenhilfe gehören der sachgemäße Anbau von Gemüse, biologische Schädlingsbekämpfung, Reproduktion von Saatgut oder auch die Herstellung von Kompost für den Garten.

Der effiziente Einsatz von Wasser zur Bewirtschaftung der Gärten ergänzt diese Aktivitäten. Ein Augenmerk wird dabei auf die Speicherung von Wasser und die sichere Einlagerung von Saatgut in Blechbehältern gerichtet. Als Nebeneffekt sind so auch alternative Einkommensquellen entstanden.

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