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Wiederaufbau und Vorsorge 

Haiti

2008 zogen gleich vier Wirbelstürme über Haiti hinweg. Allein im Department Sud-Est wurden 5.116 Häuser zerstört, 11.906 beschädigt. Die Diakonie Katastrophenhilfe hilft den Menschen nicht nur Schulen und Häuser wiederaufzubauen, sondern auch sich gleichzeitig auf die nächste Hurrikansaison vorzubereiten. Denn mit dem Klimawandel haben in den letzten Jahren Häufigkeit und Stärke der Stürme gefährlich zugenommen. Für 2009 befürchten Meteorologen bis zu sechs schwere Hurrikans in der Karibik.

Wiederaufforstung im Südosten Haitis
Wiederaufforstung im Südosten Haitis
Foto: Thomas Lohnes

Vier schwer beschädigte Grundschulen für mehr als 1.400 Schulkinder wurden im Bezirk Bainet wiederaufgebaut und mit Material ausgestattet. Doch viele Familien können das Schulgeld nicht aufbringen. Deshalb springt die Diakonie Katastrophenhilfe für insgesamt 256 Mädchen und Jungen aus besonders armen Familien ein und übernimmt die Kosten für ein Jahr. „Gerade für Kinder ist es nach einer solchen Katastrophe wichtig, weiter zur Schule gehen zu können“, erklärt Astrid Nissen, Leiterin des Projektbüros in Haiti. Den Familien bleibt so genug Geld, um Lebensmittel und Saatgut zu kaufen oder Reparaturen zu bezahlen.

Schutz vor kommenden Stürmen

In vier ländlichen Gemeinden im Südosten Haitis hilft die Diakonie Katastrophenhilfe 660 besonders bedürftigen Familien ihre Häuser wiederaufzubauen, mit der Unterstützung des Auswärtigen Amts werden zunächst 30 bereits bestehende Häuser sturmsicher gemacht. In besonders gefährdeten Gebieten richtet die Diakonie Katastrophenhilfe zudem Notunterkünfte ein.

Katastrophenvorsorge fängt bei den Menschen an

„Das Wichtigste bei der Katastrophenvorsorge ist die Arbeit mit den Menschen“, sagt Astrid Nissen. Bereits seit 2005 setzt das Hilfswerk auf gemeindenahe Katastrophenvorsorge, die die Bewohner gefährdeter Gemeinden unmittelbar beteiligt. Zivilschutzkomitees und Freiwillige lernen Evakuierungen zu organisieren und Erste Hilfe zu leisten. Sie erhalten Megaphone, Seile, Schaufeln oder Leitern und Verbandzeug, um im Katastrophenfall Menschen retten zu können. In der Schule üben schon die Jüngsten das richtige Verhalten für den Katastrophenfall.

zuletzt aktualisiert: 26.11.2009

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