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Die allgemeine Versorgungslage im heruntergewirtschafteten Simbabwe bleibt weiterhin dramatisch. Die Regierung schaffte es zwar, die Inflationsrate einzudämmen, indem sie den einheimischen Simbabwe-Dollar abschaffte und durch ausländische Währungen wie US-Dollar als Zahlungsmittel ersetzte. Trotzdem kann gerade die Landbevölkerung keine Lebensmittel und andere Güter kaufen, da sie kaum Zugang zu den gültigen Fremdwährungen hat. Hinzu kommen extreme Dürreperioden und unvorhersehbare Regenfälle, die zu Ernteausfällen und einem drastischen Mangel an Saatgut führen.
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Ende 2009 setzte die Regenzeit in Simbabwe nicht wie erwartet ein. Sie begann ungewöhnlich spät und brachte in einzelnen Regionen des Landes nur spärlichen Niederschlag. Die ausgedehnte Trockenperiode beschädigte landesweit die Aussaat und ließ vor allem den Mais auf den Feldern verdorren. In der Folge wird erwartet, dass die Ernte 2010 geringer ausfallen wird als in normalen Jahren. Schätzungen zufolge haben seit Januar 2010 etwa 18% der ländlichen Bevölkerung nur unzureichenden Zugang zu Getreide. 2,17 Millionen Menschen sind auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen.
Ernährung langfristig sichern
Nach der Verteilung von dringend benötigten Grundnahrungsmitteln 2009 hat die Diakonie Katastrophenhilfe mit ihrem Partner Christian Care ein umfassendes landwirtschaftliches Programm auf den Weg gebracht. In zwei Distrikten der Provinz Masvingo haben 440 mittellose Bauernfamilien Saatgut und landwirtschaftliches Gerät erhalten. In Trainingskursen lernen die Bauern, wie sie mit nachhaltiger Landwirtschaft ("Conservation Farming") die Erträge steigern und gleichzeitig Wasser einsparen können. Die Landwirtschaftsberater begleiten die Bauern kontinuierlich, um sicherzustellen, dass die nachhaltigen Anbaumethoden erfolgreich umgesetzt werden und sich die Menschen in Zukunft selbst versorgen können.
zuletzt aktualisiert: 18.03.2010< zurück