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Die Situation der Flüchtlinge im Nordosten Sri Lankas ist weiterhin dramatisch, auch nachdem die srilankische Regierung im Mai den Sieg über die tamilischen Rebellen und das Ende des langjährigen Bürgerkriegs verkündet hat. Die Diakonie Katastrophenhilfe leistet gemeinsam mit der lokalen Partnerorganisation "Community Trust Fund" Nothilfe für Bürgerkriegsflüchtlinge.
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In dem noch bis vor kurzem umkämpftem Gebiet an der Nordostküste und den angrenzenden Distrikten Vavuniya und Mannar herrscht höchste Not. Etwa 200.000 Tamilen leben dort in Flüchtlingslagern. Die meisten sind zu Fuß aus der Kampfzone geflohen, nur mit dem, was sie gerade tragen können. „Die Menschen waren oft wochenlang auf der Flucht, viele sind erschöpft, krank oder verletzt“, erzählt ein Mitarbeiter der lokalen Partnerorganisation der Diakonie Katastrophenhilfe, dem Community Trust Fund.
Um das größte Leid zu lindern, versorgt die Diakonie Katastrophenhilfe 15.000 Flüchtlinge in vier zu Notunterkünften umfunktionierten Schulen in Vavuniya mit Lebensmitteln und Wasser. Unterernährte Kinder sowie schwangere und stillende Frauen erhalten Zusatzrationen mit Getreideflocken, Obst und proteinhaltigen Keksen, damit sie wieder zu Kräften kommen. Pro Familie gibt es ein Hilfspaket mit Kochgeschirr, Decken, Matten, Moskitonetzen, Kleidung und Hygieneartikeln.
„Die hygienischen Bedingungen in den überfüllten Notunterkünften sind katastrophal“, berichten die Helfer der Partnerorganisation. Vor allem Durchfallerkrankungen und Hautkrankheiten verbreiten sich rasend schnell. Behelfstoiletten sollen die Sanitärversorgung verbessern und Krankheiten vermeiden. Gesundheitsteams versorgen mit zwölf mobilen Kliniken die Kranken und Verletzten in den Notunterkünften.
Viele der Vertriebenen sind außerdem schwer traumatisiert, weil sie Angehörige verloren und Schlimmes erlebt haben, wie der 39 Jahre alte Mohan. „Ich habe meine sechs Kinder und meine Frau auf der Flucht verloren. Wie soll ich ohne sie weiterleben“, berichtet der Familienvater, der seit seiner Ankunft im Lager nicht aufhören kann zu weinen. Psycho-soziale Hilfe in Form von Gesprächsgruppen und Spiel- und Lernangebote für Kinder und Jugendliche soll den Vertriebenen helfen, Trauer und Schrecken zu überwinden.
zuletzt aktualisiert: 24.10.2009
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