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Kinder, die auf den Straßen Kolumbiens leben, leben gefährlich: Sie sind nicht nur dem täglichen Überlebenskampf ausgesetzt, sondern laufen Gefahr, von den rivalisierenden Kampfgruppen oder kriminellen Banden zwangsrekrutiert zu werden. Derzeit gibt es unter den Kämpfenden der verschiedenen Gruppen etwa 14.000 Jungen und Mädchen im Schulalter. Tendenz steigend.
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In Kolumbien gehen insgesamt 2,7 Millionen Kinder nicht zur Schule. Wo sich die vertriebenen Familien niederlassen – in schnell wachsenden, improvisierten Stadtteilen – gibt es nicht ausreichend Wohnraum, ungenügende Arbeitsmöglichkeiten und keine Unterstützung von staatlicher Seite. Kinder wachsen in einem Klima der Gewalt auf.
Förderunterricht, um Versäumtes nachzuholen
Bei "Unsere Zukunft ist heute", einem von der Diakonie Katastrophenhilfe geförderten Projekt, erhalten 326 Kinder außerhalb der Schule intensiven Förderunterricht, in dem sie das Versäumte in einem Schuljahr nacharbeiten. Die Schüler holen so die in Folge der Vertreibung verlorenen Schuljahre wieder ein und entgehen der Gefahr, für das formelle Schulsystem zu alt zu sein. Mindestens 70 Prozent von ihnen sollen so wieder eine öffentliche Schule besuchen können. 1.700 weitere Kinder, durch Lernrückstand und oft psychische Folgen der Vertreibung nicht in eine normale Schulklasse integrierbar, werden in ihren Schulen in Extraklassen unterrichtet, um den Anschluss wieder zu finden. Die Erfolgsquote ist hoch: Drei Viertel der Teilnehmenden konnte anschließend wieder am normalen Unterricht der öffentlichen Schulen teilnehmen.
Anbauprojekt, um das Selbstwertgefühl zu stärken
In der Region Cauca bauen indigene Jugendliche zudem auf Gemeinschaftsparzellen selbst Obst und Gemüse an, um in Notsituationen bedürftige Menschen in der Gemeinde zu versorgen. Insgesamt 850 Teilnehmer lernen hier traditionelle Anbautechniken zur Hühnerzucht und Kaffeeanbau selbst anzuwenden. Von den Erträgen profitieren etwa 6.000 Menschen im Projektgebiet.
zuletzt aktualisiert: 07.08.2009
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