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Menschenrechte und humanitäres Völkerrecht werden von allen Konfliktparteien missachtet. Paramilitärische Gruppen, mit ihnen verbündete Mafiabanden, das Militär und die Guerillas bedrohen und töten die Zivilbevölkerung, vertreiben die Überlebenden und zerstören ihre Lebensgrundlage. Das gilt vor allem in den ländlichen Gebieten. Mehr als drei Millionen Menschen sind inzwischen Vertriebene im eigenen Land – manche zum wiederholten Mal. Vor der unkontrollierten Gewalt sind sie in andere Regionen oder in die Slums der großen Städte geflohen.
In den vergangenen sechs Jahren hat die Diakonie Katastrophenhilfe 30 Projekte zum Schutz der kriegsbetroffenen Bevölkerung in Kolumbien initiiert. Die Bevölkerung wird unterstützt, sich nach Kräften vor Übergriffen bewaffneter Gruppen zu schützen. Des weiteren wird den Vertriebenen geholfen sich zu organisieren und ihre Ernährung sicherzustellen. Die Präsenz internationaler Organisationen wie der Diakonie Katastrophenhilfe trägt – wenn auch begrenzt – zur Beachtung des humanitären Völkerrechts bei.
zuletzt aktualisiert: 07.08.2009
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