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Jedes Jahr aufs Neue zieht der Monsun über Indien. Jedes Jahr aufs Neue überschwemmt er Hunderte von Dörfern und Menschen fallen ihm zum Opfer. Auch in diesem Jahr sind seit dem Einsetzen der Regenfälle am 29. September Millionen Menschen auf der Flucht. Die Diakonie Katastrophenhilfe unterstützt die Versorgung der Evakuierten.
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Foto: REUTERS/KRISHNENDU HALDER, www.alertnet.org
Am 7. Oktober hat die indische Regierung 1.506 Flüchtlingslager geöffnet, die momentan 827.000 Evakuierte beherbergen. Denn obwohl die Menschen wissen, dass die Regenzeit kommt, ist eine effektive Vorbereitung fast unmöglich. Die Infrastruktur und die Stabilität der Häuser und Hütten ist oftmals so dürftig, dass sie den Wassermassen nicht standhalten. Besonders betroffen von den Überflutungen sind in diesem Jahr die Gebiete Kurnool und Krishna in Andhra Pradesh und Bagalkot sowie Gulbargha und Yadhakiri in Karnataka. 250 Menschenleben hat der Monsun dort bisher gefordert und insgesamt 2,5 Millionen Menschen mussten ihr Zuhause verlassen.
Die Diakonie Katastrophenhilfe unterstützt ihre Partnerorganisation CASA (Churches’ Auxiliary for Social Action) bei deren Bestreben, den besonders Bedürftigen Nothilfe zu leisten. Innerhalb der nächsten zwei Monate sollen 7.500 Familien mit Nahrung, Haushaltsutensilien und Notunterkünften versorgt werden.
Das Leben danach...
Die Regenfälle sind bereits weniger geworden, das Wasser sinkt in vielen Gebieten. Trotzdem stehen viele Dörfer noch immer über einen Meter tief unter Wasser. Und auch wenn die Regenfälle demnächst vollständig aufhören und alles Wasser aus den Gebieten verschwunden ist, wird ein normales Weiterleben für die Bewohner nicht sofort möglich sein.
Der 70-jährige Sharanappa Havadi kann es zwar kaum erwarten, nach Hause in sein Dorf Kuruvinakoppa zurückzukehren, doch weiß er, was ihn erwarten wird: zerstörte Häuser und Felder. Utensilien zum Feuer und Essen machen wird es nicht geben. "Auch wenn einige Häuser die Flut überstanden haben, können wir nicht sicher sein, dass sie nicht doch in nächster Zeit einstürzen. Wir können die Evakuierungslager eigentlich nicht verlassen, so lange wir keine temporären Notunterkünfte in unseren eigenen Dörfern haben", beklagt Sharanappa.
zuletzt aktualisiert: 09.10.2009
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