| || Home > Hilfe weltweit > Projekte > Fünf Jahre nach dem Tsunami |
Vor fünf Jahren forderte der Tsunami Hunderttausende Menschenleben. Dieses riesige Ausmaß der Katastrophe führte zu einer noch nie dagewesenen Spendenbereitschaft: Allein in Deutschland wurden 670 Millionen Euro für die Opfer gespendet - 44,7 Millionen davon gingen an die Diakonie Katastrophenhilfe.
< zurück
Die Diakonie Katastrophenhilfe brachte 109 Projekte auf den Weg, vor allem in Indien, Indonesien und Sri Lanka. Ein kleiner Teil der Mittel floss nach Bangladesch, Myanmar, Somalia und Kenia.
Besonders hart hatte es Indonesien getroffen. Im Norden der Insel Sumatra, in der Provinz Aceh, in der damals noch Bürgerkrieg herrschte, waren ganze Orte von der Landkarte verschwunden. Dort startete die Diakonie Katastrophenhilfe mit lokalen Partnerorganisationen eine Reihe von Hilfsprojekten. Dazu gehörten die akute Nothilfe mit medizinischer Unterstützung und das Verteilen von Nahrungsmitteln und Zelten. Das evangelische Hilfswerk leistete auch viele Hilfen zum Wiederaufbau. Dabei wurden Häuser, Kliniken und Schulen gebaut oder mit Kleinkrediten Menschen unterstützt, damit sie sich wieder eine Existenz aufbauen können.
Was ist aus diesen Projekten fünf Jahre nach der Katastrophe geworden? Zwei Beispiele zeigen, dass sich die Arbeit, die dank zahlreicher Spenden erst möglich geworden war, gelohnt hat. Es sind zwei Erfolgsgeschichten, die deutlich machen, dass die Überlebenden die Chancen, die ihnen in den Projekten geboten worden sind, genutzt haben.
Zwei Partnerorganisationen von der Diakonie Katastrophenhilfe setzten die Projekte um: Die Yakkum Emergency Unit (YEU), die Nothilfeabteilung der indonesischen Hilfsorganisation Yakkum (Christliche Stiftung für öffentliche Gesundheit), kümmerte sich um Hilfsprojekte. Die Organisation ist vor allem im medizinischen Bereich tätig, engagiert sich aber auch zunehmend in der Katastrophenvorsorge. Das Forum Banda Aceh (FBA) entstand als Antwort auf die Naturkatastrophe vom 26. Dezember 2004 in Aceh, um den Überlebenden des Tsunami schnelle Hilfe bereitstellen zu können. FBA hat sich in mehreren Bereichen engagiert, wozu die wirtschaftliche Förderung der Überlebenden, der Wiederaufbau von Schulen oder ein Gesundheitsprogramm gehören.
Hilfe für Fischer, die Boote und Netze erhielten, der Ausbau von Krankenhäusern, der Wiederaufbau von Schulen und der Neubau von Wohnhäusern: Auch in Sri Lanka wurden nach der Flutkatastrophe zahlreiche Hilfsprojekte umgesetzt. Die Diakonie Katastrophenhilfe engagierte sich in allen Landesteilen in dem vom Bürgerkrieg zerrissenen Land unter zum Teil schwierigen Bedingungen. Dabei unterstützte das evangelische Hilfswerk mehrere Partner. Zugleich richtete die Diakonie Katastrophenhilfe zur Unterstützung der Partner ein Projektbüro im Land ein.
zuletzt aktualisiert: 08.12.2009
< zurück