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Philippinen 

Stationen der Geschichte

1380
Der Islam fasst auf den südlichen Philippinen Fuß. Es entstehen verschiedene Sultanate.

1521
Der portugiesische Seefahrer Fernão de Magalhães (Ferdinand Magellan) entdeckt die die philippinischen Inseln und nimmt das Land für Spanien in Anspruch. In der Folge Missionierung der islamischen oder animistischen Bevölkerung in Luzon und den Visayas zum Christentum.

1898
Erste Unabhängigkeitserklärung der Philippinen, Emilio Aguinaldo wird Präsident. Kurz darauf Beginn des Kriegs mit Amerika.

1902
Beginn der US-amerikanischen Kolonialzeit und massiver Umsiedlungskampagnen der christlichen Bevölkerungsteile ins bisher nicht eroberte Mindanao.

1941
Im Zweiten Weltkrieg besetzen die Japaner die Philippinen. 1945 erobern US-amerikanische Truppen die Philippinen zurück.

1946
Formale Entlassung der Philippinen in die Unabhängigkeit.

1965
Ferdinand Marcos wird Präsident, später Diktator. Sein korruptes Regime verhaftet zehntausende Regime-Gegner und verbietet die oppositionelle Presse. 1986 flieht Marcos ins Ausland.

1986
Corazón Aquino wird Präsidentin und beginnt eine umfassende Landreform.

1991
Die Eruption des Vulkans Pinatubo auf der Insel Luzón ist der weltweit stärkste Vulkanausbruch des 20. Jahrhunderts, mindestens 875 Menschen sterben trotz frühzeitigen Evakuierungsmaßnahmen.

1996
Die philippinische Regierung unter Präsident Fidel V. Ramos und die auf Mindanao operierenden islamischen Separatisten der Moro National Liberation Front (MNLF) unterzeichnen einen Friedensvertrag. Nur Misuari wird Gouverneur der Autonomous Region in Muslim Mindanao (ARMM). Die Moro Islamic Liberation Front (MILF) und die kriminelle Abu Sayyaf Group (ASG) beteiligen sich nicht am Friedensvertrag.

2001
Präsident Estrada wird nach einem skandalösen Amts-enthebungsverfahren durch Unruhen gestürzt. Daraufhin wird Gloria Macapagal-Arroyo neue Präsidentin.

2005/2006
Etliche Bombenanschläge insbesondere im Süden der Philippinen. Auch der Konflikt zwischen Regierung und kommunistischer Guerilla NPA hält in vielen Landesteilen an.

2006
Nach einem scheinbaren Putschversuch durch Teile des Militärs kommt es zu zahlreichen politisch motivierten Morden, besonders an linksorientierten Politikern, aber auch an Journalisten, kirchlichen Mitarbeitern und Pfarrern sowie engagierten Bürgern.

Seit 2008
Bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen Regierungseinheiten und Separatisten in Mindanao. 950.000 Menschen fliehen in Evakuierungszentren.

2009
Taifun „Ketsana“ bringt die stärksten Niederschläge seit 40 Jahren und überschwemmt weite Teile Luzons, teilweise für mehrere Monate.

2009
Massaker im Westen von Mindanao, dem mindestens 57 Menschen zum Opfer fallen, ein großer Teil davon Journalisten. Die Philippinen werden zum gefährlichsten Ort der Welt für Journalisten.

2010
Präsidentschaftswahlen im Mai. Gloria Macapagal-Arroyo versucht weiter mittels einer „Cha Cha“ (Charter Change) zur Verfassungsänderung ihre Macht zu erhalten.

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