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Es ist klar, dass wir den Tag am Flughafen verbringen werden. Ein Airbus ist angekündigt. Von Hamburg aus hat das Unternehmen einen Testflieger auf den Weg geschickt mit Hilfsgütern für die Haiti Kinderhilfe und die Diakonie Katastrophenhilfe. Für uns sind 60 Werkzeugsets dabei, die für 300 Familien in Jacmel zur Beseitigung der Trümmer gedacht sind. Das ist eine Sache der Logistik. Es ist schwieriger als in den ersten Tagen, weil der Betrieb am Flughafen viel größer ist. Außerdem gibt es einen extra Bereich für Ladung, auf dem unsere Werkzeuge zwischengelagert werden müssen vor dem Weitertransport per Helikopter nach Jacmel. Auf jeden Fall gibt es mehr Vorschriften als am Tag meiner Ankunft.
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So einfach ist es nämlich nicht mehr aufs Rollfeld zu kommen. Selbst ein Fernsehteam, das die Ankunft der Hilfsgüter filmen muss und am Tag zuvor noch ohne Probleme aufs Rollfeld kam, muss jetzt den offiziellen Eingang benutzen durch die Sicherheitsschleusen. Am Ende stehen wir doch mitten auf dem Rollfeld. Die amerikanischen Soldaten schlagen die Hände über dem Kopf zusammen, weil wir anscheinend im Sicherheitsbereich stehen. Aber heute, so wird uns gesagt, lasse man das nochmal durchgehen.
Mehr als eine Stunde stehen wir da in der prallen Sonne und starren in den Himmel. Kleinere Flieger landen, aber vom Airbus keine Spur. Erst müssen die großen Transportmaschinen der Amerikaner starten, um Platz für den Riesenvogel aus Deutschland machen. Endlich schwebt er ein, dreht aber kurz vor der Landung wieder ab. Eine Transportmaschine muss noch weg. Dann ist es soweit, der Airbus schwebt ein. Die Crew freut sich, an der Hilfe für Haiti einen Anteil zu haben. Die Entladung läuft wie am Schnürchen.

Im Anschluss daran gibt es jedoch viel Arbeit. Auf den großen Paletten sind die Hilfsgüter für beide Organisationen gemischt verpackt. Da der Teil für die Kinderhilfe Haiti in Port-au-Prince bleibt, müssen wir alle Paletten aufreißen und Schachteln mit Medikamenten und Kinderspielzeug auf Lastwagen packen. Unsere Werkzeuge müssen wieder zusammengeschnürt werden, damit die riesigen Gabelstapler sie in den anderen Teil des Flughafens bringen können. Als wir fertig sind, ist es stockdunkel. Wir kehren ins Büro zurück.
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