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Seit das Erdbeben am 12. Januar 2010 Teile von Haiti zerstört hat, konnte die „ACT Alliance” mehr als 150.000 Menschen helfen. Die Haitianer werden mit sauberem Trinkwasser, Sanitäreinrichtungen, Notunterkünften, Decken und Nahrungsmitteln unterstützt. Andere bekommen Bargeld, Hygienesets und medizinische Betreuung. Die „ACT Alliance”, ein internationales kirchliches Bündnis, arbeitet mit verschiedenen lokalen Partnerorganisationen, um den Schwächsten der Erdbebenopfer in Port-au-Prince, Gressier, Jacmel und Bainet zu helfen.
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Internationale Hilfswerke wie die Diakonie Katastrophenhilfe und andere Mitglieder der „ACT Alliance” arbeiten mit Organisationen in Haiti und der Dominikanischen Republik auf beiden Seiten der Grenze zusammen. Ihre Bemühungen sichern das Überleben und das relative Wohl der zehntausenden Überlebenden des Erdbebens in den Städten und den ländlichen Gegenden von Haiti. Die Zusammenarbeit mit lokalen Partnern war ausschlaggebend dafür, dass sich ACT direkt nach dem Erdbeben um die Überlebenden kümmern konnte.
200 Menschen, eine Toilette
Trotz Wochen des Einsatzes der lokalen und internationalen Hilfsorganisationen, ist die Not in den Erdbebengebieten von Haiti weiterhin groß. Die Bedingungen für die meisten der etwa 1,2 Millionen Menschen in den improvisierten Camps und Notunterkünften sind schlecht, sie leben armselig und auf engstem Raum. UN OCHA hat große Versorgungslücken festgestellt: Nur 280.000 Menschen haben Material für Notunterkünfte erhalten – weniger als 25% der Zielgruppe. Von den 620.000 Menschen, die einen vorübergehenden Unterschlupf brauchen, haben lediglich 120.000 diesen auch bekommen. Ebenso werden 18.000 Latrinen gebraucht, von denen bisher nur 3.000 zur Verfügung gestellt wurden. So müssen sich oft 200 Menschen eine Toilette teilen.
Wenige Informationen über Flüchtlinge
Über die Bedingungen der großen Flüchtlingsgruppe in den ländlichen Gegenden ist wenig bekannt. Mehr als 450.000 Menschen sind aufs Land geflüchtet. Die Preise für Nahrungsmittel sind dramatisch gestiegen und die Aufnahmestaaten haben große Schwierigkeiten, den Neuankömmlingen mit ihren eigenen geringen Ressourcen zu helfen. Zu allem Übel weiß niemand, wie lange die Flüchtlinge so ausharren müssen, da der Wiederaufbau ihrer Häuser und Viertel noch eine lange Zeit dauern kann.
Innerhalb des kommenden Monats werden die ACT Mitglieder die Anzahl der Menschen erhöhen, die von ihrer Hilfe profitieren. Der Fokus liegt dabei weiterhin auf Unterkünften, Wasser, sanitären Anlagen, psychischer Betreuung, Nahrungsmitteln und anderen Hilfsmitteln.
Von Nils Carstensen/ACT Alliance
zuletzt aktualisiert: 11.02.2010
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