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Schnelle Hilfe im Katastrophengebiet 

Türkei

Zum dritten Mal hat es ein schweres Beben im Jahr 2010 gegeben, als am frühen Morgen des 8. März die Osttürkei durch einen Erdstoß erschüttert worden ist. Mit rund 50 ist die Zahl der Toten glücklicherweise gering geblieben. Aber in der Region Elazig waren immerhin 34 Dörfer betroffen und etwa 1.300 Häuser unbewohnbar. Die lokale Partnerorganisation der Diakonie Katastrophenhilfe hat sofort ein Team in das Gebiet entsandt. Sie war unter den ersten, die Nothilfe leisteten.

Die Hilfsaktionen im Osten der Türkei sind weitgehend unbeachtet von der Öffentlichkeit verlaufen. Die Phase der akuten Nothilfe der Partnerorganisation der Diakonie Katastrophenhilfe in der Türkei, "support to life", geht im Juni zu Ende. Knowhow könnte sie für den Wiederaufbau zur Verfügung stellen.

Viele der Häuser, die in der in Ostanatolien üblichen Weise aus Ziegeln, Holzbalken und Lehm errichtet worden sind, seien wie Kartenhäuser in sich zusammen gestürzt, berichteten die Helfer. Aber auch Betonbauten seien betroffen gewesen wegen der minderwertigen Baumaterialien. Deshalb hat nach Ansicht von Experten ein mittelschweres Erdbeben der Stärke sechs auch so großen Schaden anrichten können. Im Osten der Türkei bebt die Erde häufiger. Das schwerste Erdbeben der letzten Zeit gab es im Nordosten der Türkei 1999 mit rund 18.000 Toten.

Zelte als Behelfsdomizil
Ein Beispiel für eines der völlig zerstörten Gebäude ist das Haus von Selahattin Aydemir. Nur das Wellblechdach ist intakt geblieben. Mit seiner Frau und seinen sieben Kindern muss er in einem Zelt leben. Alle Familienmitglieder haben überlebt, wenn auch er selbst, seine Frau und sein vier Jahre alter Sohn verletzt worden sind. "Mitten in der Nacht sind wir aufgewacht aufgrund einer plötzlichen Erschütterung", erinnert sich Selahattin Aydemir. "Dann war alles in Staub gehüllt. Als wir eine Straßenlaterne sahen, erkannten wir, dass es ein Fenster war. Durch dieses konnten wir uns ins Freie retten", fügt er hinzu. "Es war ein Glück, dass wir alle überlebt haben", sagt er und deutet auf den Trümmerhaufen, der von seinem Haus übrig geblieben ist. Seine beiden Kühe sind jedoch tot, was für die Familie einen schweren Einkommensverlust bedeutet. Um wieder auf eigenen Beinen stehen zu können, ist sie auf Hilfe angewiesen.

Hilfsgüter für die Betroffenen
Schlimmer ist es Adil Ozdogan ergangen. Ein alter Mann steht vor dem völlig zerstörten Haus von Adils Eltern und deutet auf ein von Trümmern verschüttetes Bett. "Hier sind die Eltern von Adil und ein Enkelkind gestorben", sagt er. Sie haben alle in einem Raum geschlafen, als das Erdbeben das Dorf Gocmezler erschütterte. Dies waren in dem Dorf die einzigen Toten. Eine Gruppe von Freiwilligen aus den betroffenen Dörfern unterstützte die Partnerorganisation der Diakonie Katastrophenhilfe. Diese verteilte in zehn Dörfern Babynahrung und Windeln. Gleichzeitig erhoben die Helfer in den vom Erdbeben betroffenen Dörfern den Hilfsbedarf. Auf dieser Basis wurden in den vergangenen Wochen Kochgeschirr, Öfen sowie Hygieneartikel an die vom Erdbeben Betroffenen verteilt.

zuletzt aktualisiert: 04.05.2010

> Online spenden: Erdbebenhilfe Türkei

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