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Simbabwe 

Schutz vor der Cholera

Marode Wasserleitungen, fehlende Abwasserentsorgung und Krankenhäuser, in denen es an Medikamenten und Personal fehlt – vor diesem Hintergrund konnte sich 2008 die Cholera in Simbabwe wie ein Lauffeuer ausbreiten. Binnen weniger Monate starben über 4.200 Menschen an den Folgen der Krankheit. Um neue Cholera-Wellen zu verhindern, sichert die Diakonie Katastrophenhilfe mit finanzieller Unterstützung des Auswärtigen Amts die medizinische Versorgung in ländlichen Krankenhäusern durch umfangreiche Lieferungen an medizinischen Hilfsgütern.

Knappes Gut: In Harare stehen Menschen Schlange, um sauberes Trinkwasser zu bekommen.
Knappes Gut: In Harare stehen Menschen Schlange, um sauberes Trinkwasser zu bekommen.
Foto: Reuters AlertNet

Zuletzt wurde im Januar 2010 in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Institut für ärztliche Mission (Difäm) eine Hilfslieferung mit Medikamenten und Verbrauchsmaterial für insgesamt sieben ländliche Krankenhäuser verteilt. Die Versorgung von 205.000 Menschen im Einzugsgebiet wurde so für ein weiteres halbes Jahr gesichert.

Stromversorgung rettet Menschenleben

Ergänzend zu diesen Hilfsmaßnahmen wird in einem vom Bundesministerium für Entwicklungshilfe (BMZ) unterstützten Projekt die Stromversorgung von 12 ländlichen Gesundheitseinrichtungen teilweise mit Solaranlagen wieder hergestellt. Diese wichtige Maßnahme soll dafür sorgen, dass in Zukunft auch die nachts ankommenden Patienten behandelt werden können. Bei der vergangenen Cholera-Epidemie konnten durch das Fehlen von elektrischem Licht oder Kerzen die Patienten weder richtig diagnostiziert, noch adäquat behandelt werden. Die Stromversorgung in den Kliniken dient außerdem der Kühlung von Medikamenten und Impfungen.

Sauberes Wasser als Vorbeugemaßnahme

Im Hinblick auf eine verbesserte Vorbeugung schulte der Projektpartner, der Lutheran Development Service (LDS), zudem insgesamt 723 Freiwillige und 422 interessierte Gemeindemitglieder zu Gesundheitsfragen wie Ansteckung, Krankheitsanzeichen oder vorbeugender Hygiene. Dieses Wissen gaben die Multiplikatoren anschließend an die Menschen in ihren Heimatdörfern weiter.

Die Hygienetrainer verteilten außerdem je 6 Kilo Seife, einen abdeckbaren Eimer und 180 Wasserreinigungstabletten an rund 4.100 Familien – Hilfe für knapp 20.000 Menschen. Diese Menge reicht aus, um ein halbes Jahr lang täglich 25 Liter Wasser aufzubereiten. In weiten Teilen des krisengeschüttelten Landes haben die Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, was die Verbreitung von Krankheiten fördert. Anfang 2009 stellte LDS die Wasserversorgung von sechs Krankenhäusern wieder her. Zusätzlich bohrte die Diakonie Katastrophenhilfe mit Unterstützung des Bundesministeriums für Entwicklungshilfe 30 neue Tiefbrunnen.

zuletzt aktualisiert: 18.03.2010

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