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Rose Michelle hat das schwere Erdbeben in Haiti überlebt. Das elfjährige Waisenkind hat jedoch beide Unterschenkel verloren. Sie mussten amputiert werden, weil das Mädchen verschüttet worden war und schwere Quetschungen erlitten hatte. Frank Mickelsen hat sein rechtes Bein verloren. Mit einem dicken Verband liegt der Junge in Port-au-Prince im Kinderkrankenhaus. Seine Eltern sitzen ratlos an seinem Bett.
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Das Schicksal der vielen verletzten und verwaisten Kinder ist nach Einschätzung von Astrid Nissen, Leiterin des Büros der Diakonie Katastrophenhilfe in Haiti, eine schwere Belastung der Gesellschaft für die Zukunft. Wie kommen diese Kinder in einem Land zurecht, in dem der Alltag ohnehin schwer zu bewältigen ist, fragt sie sich.
Die Namen des Mädchens und des Jungen stehen für das Schicksal unzähliger anderer Kinder in dem bitterarmen Karibikstaat. Die Diakonie Katastrophenhilfe hat nach der verheerenden Katastrophe auch gezielt Kindern geholfen. So hat die lokale Partnerorganisation Mudha kurz nach dem Beben mit der Hilfe für ein völlig zerstörtes Waisenhaus in der Stadt Léogâne begonnen.
Alltag im Chaos
Dass keines der 90 Kinder gestorben ist, grenzt an ein Wunder. Von dem Gebäude ist nur ein Trümmerhaufen übrig geblieben. Jetzt müssen die Kinder im Freien leben. Vor dem Gebäude stehen Zelte.
Der Partner der Diakonie Katastrophenhilfe liefert Dinge des täglichen Bedarfs und leistet medizinische Hilfe. Daneben nehmen sich junge Freiwillige der Waisenkinder an, machen mit ihnen Spiele, um ihnen so wieder Selbstvertrauen und Mut zu geben, damit sie besser mit ihren Ängsten umgehen können.
Viele Kinder verletzt
In der Hauptstadt Port-au-Prince unterstützt die Diakonie Katastrophenhilfe ein Kinderkrankenhaus. Dort mussten die Ärzteteams vielen Kindern Gliedmaßen amputieren. Das evangelische Hilfswerk hat der völlig überfüllten Klinik Großraumzelte zur Unterbringung von Patienten zur Verfügung gestellt sowie dringend benötigte Medikamente im Wert von insgesamt 50.000 Euro. Doch die Nothilfe ist nur ein erster Schritt. Für die Zukunft halten es die Mitarbeitenden vor Ort für besonders wichtig, dass es genügend Einrichtungen gibt, in denen die Kinder versorgt und betreut werden.
zuletzt aktualisiert: 25.03.2010
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