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Nach dem schweren Erdbeben im Nordwesten Chinas ist die Lage im betroffenen Gebiet weiterhin ernst. Besonders die eisige Kälte macht den Überlebenden zu schaffen. Die Diakonie Katastrophenhilfe unterstützt ihre chinesische Partnerorganisation, die "Amity Foundation", bei der Nothilfe.
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Das Erdbeben hinterließ Zerstörung und chaotische Zustände. Die schreckliche Bilanz des Bebens weist 1.944 Todesopfer aus, 200 Menschen werden heute noch vermisst. Mehr als 12.300 Verletzte waren Folge der vielen zusammenstürzenden Häuser in der betroffenen Region in der Provinz Qinghai. Bereits wenige Stunden nach dem Beben verteilte die "Amity Foundation" erste Hilfsgüter im Erdbebengebiet im Dorf Cuoduo an über 1.500 Einwohner. Zu den wichtigsten Hilfsgütern zählten Decken, Nahrungsmittel und Trinkwasser.
Die Höhenlage und die Kälte im Katastrophengebiet erschwerten die Lage, wie Mitarbeiter der Partnerorganisation der Diakonie Katastrophenhilfe berichten. In dem 4.000 Meter hoch gelegenen Katastrophengebiet drohe den Rettungsteams aus tiefer gelegenen Regionen die Höhenkrankheit. "Jede Bewegung fällt schwer", sagte ein Mitarbeiter der "Amity Foundation". Den Überlebenden mache besonders die Kälte schwer zu schaffen: Die Temperaturen können bis zehn Grad unter Null sinken. Deshalb seien Zelte, Decken und warme Kleider dringend nötig. Auch Trinkwasser, Lebensmittel, Verbandsmaterial und Medikamente seien knapp, hieß es.
Zehntausende Erdbebenopfer obdachlos
Mönche und Nomaden aus der Region helfen bei der Suche nach Überlebenden. Mit bloßen Händen suchen sie in den Trümmern. Nach Angaben der "Amity Foundation" müssen nach den schweren Zerstörungen zehntausende Menschen unter freiem Himmel leben. Viele der Überlebenden hätten bei eisiger Kälte schlaflose Nächte verbracht, berichten die Helfer weiter. Bisher hätten nur 30 Prozent der Überlebenden mit Zelten versorgt werden können.
Die Mitarbeiter der "Amity Foundation" haben gemeinsam mit den Helfern vor Ort sofort damit begonnen, die am schwersten betroffenen Opfer zu identifizieren – beispielsweise Mütter mit neugeborenen Babies. Sie werden als erste mit Hilfsgütern versorgt.
Mit der "Amity Foundation", die schon in zahlreichen Naturkatastrophen Hilfe geleistet hat, arbeitet die Diakonie Katastrophenhilfe im Rahmen des weltweiten kirchlichen Hilfsnetzwerks "ACT Alliance" seit langem zusammen. Die Partnerorganisation hat auch nach dem schwereren Erdbeben 2008 in Sichuan über 500.000 Familien mit Nothilfe und im Wiederaufbau unterstützt.
zuletzt aktualisiert: 03.05.2010
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