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Das Erdbeben, das sich im Osten der Türkei am 08. März 2010 ereignete, forderte mindestens 57 Menschenleben. Mindestens 100 weitere Menschen wurden schwer verletzt. Das Beben in der ostanatolischen Provinz Elazig - rund 550 Kilometer östlich von Ankara - erreichte den offiziellen Angaben zufolge die Stärke 6,0. Partner der Diakonie Katastrophenhilfe engagierten sich unmittelbar nach dem Beben in der Soforthilfe und richten ihre Anstrengungen jetzt schwerpunkmäßig auf den Wiederaufbau.
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Das Epizentrum des Erdbebens lag bei der Stadt Karakocan, besonders betroffen sind die Ortschaften Okcular, Yukari Kanatli und Kayali. Nicht nur die Minarette einiger Moscheen stürzten ein, auch bis zu 300 Häuser gelten als völlig zerstört, weitere 700 als beschädigt. Direkt nach dem Beben hatte die Diakonie Katastrophenhilfe ein Erkundungsteam in die Region entsandt. Als Soforthilfemaßnahmen verteilte eine Partnerorganisation vor Ort in Absprache und Zusammenarbeit mit dem Roten Halbmond Hilfsgüter wie Babywindeln und Babynahrung, Kocher und andere Küchenutensilien wie Töpfe und Besteck sowie Hygieneutensilien.
Experten sprechen heute von einer Katastrophe mit Ansage. Ein Beben der Stärke 6,0 muss - gerade in einem an Erdbeben gewohnten Land - eigentlich keine Zerstörungen dieses Außmaßes annehmen. Das zeigt das Beispiel Japans, wo vergleichbare Beben kaum Schäden verursachen. In der Region Elazig wurden vor allem ältere, aus Lehm und Steinen gebaute Wohnhäuser zerstört, aus Zement gebaute Häusern erlitten nur geringe Schäden. Dass die Region um Elazig ganz besonders erdbebengefährdet ist, war weitreichend bekannt. Dennoch wurden von den lokalen Autoritäten keine Maßnahmen unternommen, um die Folgen möglicher Erdbeben zu minimieren.
Erdbeben-erfahrene Partner im Einsatz
Der lokale Partner der Diakonie Katastrophenhilfe hat umfangreiche Erfahrungen beim Wiederaufbau und der Risikovermeidung in Erdbebengebieten. Die Mitarbeiter waren sowohl in Pakistan als auch im Iran nach schweren Beben im Einsatz. Sie richten ihren Anstrengungen auch jetzt schwerpunktmäßig auf die anstehenden Wiederaufbaumaßnahmen.
Gerade die Einschätzung der Risiken und die mögliche Vorsorge in dem erdbebengefährdeten Gebiet im Osten der Türkei ist für die Diakonie Katastrophenhilfe ein zentrales Element des Einsatzes - angesichts des verhältnismäßig geringen Ausmaßes des Bebens sei die Zerstörung und die Zahl der Opfer unverhältnismäßig groß gewesen.
zuletzt aktualisiert: 23.04.2010
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