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Das Ende eines Krieges bedeutet noch längst kein Ende von Gewalt und Terror. Meist fehlt es in den Konfliktregionen an Stabilität und Sicherheit, unterschiedliche Interessensgruppen kämpfen um die Macht. Zwischen den Fronten befindet sich die Zivilbevölkerung, deren tagtäglicher Kampf ums Überleben kaum Raum lässt für die Entwicklung einer eigenen Lebensperspektive.
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Im Januar 2005 haben die Zentralregierung im Sudan und die südsudanesische Volksbefreiungsbewegung (Sudan People’s Liberation Movement/Army – SPLM/A) ein Friedensabkommen geschlossen. Nach 21 Jahren Bürgerkrieg war die Infrastruktur im Süden des Landes nahezu vollständig zerstört. Es gab kaum noch Schulen oder Gesundheitseinrichtungen. Verschärft wurde die Situation durch die allmähliche Rückkehr Hunderttausender von Flüchtlingen und Vertriebenen. Auf Jahre hinaus wird die südsudanesische Verwaltung auf die Unterstützung durch das Ausland angewiesen sein.
"Wir tun alles, um zu helfen"
Die Diakonie Katastrophenhilfe betreibt seit 1998 in den Bezirken Rumbek und Cueibet ein Basisgesundheitsprogramm, das mittlerweile zehn Gesundheitseinrichtungen umfasst. Die Gesundheitsstationen betreuen mehr als eine halbe Million Menschen. "Viele legen sehr weite Wege zurück, um zu uns zu kommen", sagt Dr. Elias Senbeto, Projektleiter der Diakonie Katastrophenhilfe im südsudanesischen Rumbek. "Deshalb tun wir alles, um ihnen zu helfen".
Der Südsudan weist weltweit eine der höchsten Sterblichkeitsraten bei Kindern und Müttern auf. Bereits leicht zu behandelnde Krankheiten können wegen der schlechten Ernährungssituation und mangelhafter Hygiene zum Tod führen.
In eine bessere Zukunft investieren
Investiert wird in den Ausbau und die Wiederherstellung von Gesundheitseinrichtungen und in die Verbesserung der Behandlungsmöglichkeiten. Im Mittelpunkt der Arbeit steht die medizinische Versorgung von Schwangeren und Müttern, von Kindern unter fünf Jahren und der Kampf gegen Malaria.
Enorm wichtig ist dabei auch die Aus- und Fortbildung von sudanesischem Gesundheitspersonal. 2010 wurde eine wichtige Etappe des Programms erreicht: Eine sudanesische Partnerorganisation führt das führt das Programm selbständig mit eigenem Personal weiter. Auch wenn die finanzielle Abhängigkeit auf absehbare Zeit bestehen bleiben wird – ein erster großer Schritt zu mehr Eigenständigkeit ist getan.
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Sudan – Wiederaufbau und Gesundheit: Ausführliche Informationen zum Download (PDF, 159 KB)
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