Ca. 1100
Errichtung der Stadt "Great Zimbabwe". Die 1871 vom Deutschen Karl Mauch wiederentdeckten Überreste stehen heute auf der Liste des UNESCO Weltkulturerbes.
1890
Gründung von Fort Salisbury (Harare) durch Siedler der British South African Company
1964-1979
Unabhängigkeitskrieg
September 1979
Lancaster House-Verhandlungen in London: Einigung über Verfassung, Übergangsregelung und Waffenstillstand
18. April 1980
Unabhängigkeit Simbabwes
November 1997
Ankündigung einer groß angelegten Landreform durch Enteignung
9. bis 11. März 2002
Präsidentschaftswahlen: Präsident Mugabe 56%, Morgan Tsvangirai 42%. Verschiedene internationale Wahlbeobachtermissionen und der Europäische Rat bewerten die Wahlen als gefälscht.
August 2002
Etwa 2.600 weiße Farmer werden enteignet und müssen ihre Betriebe aufgeben.
Mai 2005
Beginn der "Operation Murambatsvina" (deutsch: "Müllentsorgung"): Abriss von ärmeren Stadtvierteln, 700.000 Menschen werden obdachlos.
September 2005
17. Änderung der Verfassung: Legalisierung von Farmenteignungen und Wiedereinführung des Senats als zweiter Parlamentskammer, die alte Parteigenossen versorgt und dadurch dem Machterhalt Mugabes dient.
März 2008
Bei den Wahlen gibt es massive Stimmverluste für Mugabe (ZANU-PF). Nach der von Gewalt begleiteten Stichwahl zwischen Mugabe und dem MDC-Vertreter Morgan Tsvangirai kommt es am 15. September 2008 zu einem Machtteilungsabkommen zwischen ZANU-PF und den beiden MDC-Flügeln. Da ZANU-PF dieses jedoch massiv behindert, wird erst Mitte Februar 2009 eine Übergangsregierung, bestehend aus allen drei Parteien, gebildet.
August 2008
Ausbruch einer schweren Choleraepidemie als direkte Folge der Misswirtschaft im Land. Durch die marode Wasserversorgung in den Städten bersten immer mehr Rohre, die Menschen graben in ihren Vorgärten nach Wasser, das jedoch schnell von Abwässern verseucht wird.
April 2009
Die Regierung dämmt die Inflationsrate ein, indem sie den einheimischen Simbabwe-Dollar abschafft und durch ausländische Währungen wie US-Dollar als Zahlungsmittel ersetzt. Dadurch sinken zwar die Preise, die meisten Menschen in ländlichen Regionen können jedoch trotzdem keine Lebensmittel und andere Güter kaufen, da sie keinen Zugang zu den gültigen Fremdwährungen haben.