| || Home > Über uns > Grundsätze/ Positionen > ACT-Verpflichtung: Umgang mit genmanipulierten Organismen |
Im Rahmen des weltweiten Verbunds ACT International (Kirchen helfen gemeinsam), dem etwa 130 protestantische und orthodoxe Kirchen und kirchliche Hilfswerke angehören, hat sich die Diakonie Katastrophenhilfe zu einem weitgehenden Verzicht auf genmanipuliertes Getreide für die Nahrungsmittelhilfe verpflichtet. Für die Arbeit vor Ort wurden acht Richtlinien verabschiedet. Dazu zählt unter anderem die Verpflichtung, keine genetisch veränderten Nahrungsmittel einzukaufen - auch nicht von lokalen Märkten.
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Ist die Verteilung von gespendeten, genetisch modifizierten Nahrungsmitteln unvermeidbar, um eine Hungerkatastrophe abzuwenden, müssen die Hilfeempfänger darüber informiert werden. Sie müssen die Chance haben, zu wählen und zu entscheiden, ob sie die Nahrungsmittel annehmen. Darüber hinaus darf genetisch verändertes Getreide nicht in ganzen Körnern verteilt werden. Es wird vor der Verteilung gemahlen.
Kontroverse Debatten über genetisch veränderte Organismen
Genetisch veränderte Organismen lösen immer wieder leidenschaftliche und emotionale Debatten aus. Befürworter halten genetisch modifizierte Nahrungsmittel für ein Allheilmittel gegen den Hunger dieser Welt und für eine Garantie auf ein besseres Leben für alle in der Zukunft. Gegner sehen durch die neue Technologie das Leben auf der Erde in Gefahr.
Die kontroverse Debatte dreht sich vor allem um Nahrungsmittelhilfe und den Einfluss der genetisch veränderten Organismen auf das soziale, wirtschaftliche und kulturelle Gemeinwohl sowie auf die Umwelt. Wissenschaftliche Studien geben derzeit noch keinen Aufschluss darüber, ob genmanipulierte Organismen schädlich für die menschliche Gesundheit sind.
Der weltweite Verbund ACT International erkennt an, dass die Verwendung von genmanipuliertem Getreide in Notsituationen komplex und vielschichtig ist. Jede Organisation, die Nahrungsmittel und Saatgut verteilt, ist verantwortlich für die Sicherheit der Nahrungsmittel und die biologische Vielfalt.
zuletzt aktualisiert: 15.10.2007
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